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Goldenes Zeitalter der Videospiel-Adaptionen: Die 10 besten Filme und Serien

In den letzten Jahren rücken Produktionen in den Vordergrund, die zeigen, dass der schlechte Ruf von Videospiel-Adaptionen ein Ende gefunden hat. Auf der Liste, die von Netflix-Animationen bis zu Live-Action-Horrorfilmen reicht, rangieren Werke wie Pokémon, Fallout und Arcane unter den besten Adaptionen.

Murat İKİLİK7 Min. Lesezeit
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Goldenes Zeitalter der Videospiel-Adaptionen: Die 10 besten Filme und Serien

Die berüchtigte Ära der Videospiel-Adaptionen scheint vorbei zu sein. Zahlreiche erfolgreiche Filme und Serien der letzten Jahre deuten darauf hin, dass dieses negative Image der Branche aufgebrochen wurde. Für Zuschauer, die sich früher mit mittelmäßigen Tomb-Raider-Filmen begnügen mussten und bei Live-Action-Mario-Produktionen Albträume bekamen, ist dies ein bemerkenswerter Wandel.

Von Netflix-Animationen bis hin zu Live-Action-Überlebenshorror reicht die Bandbreite – die 10 besten Filme und Serien, die auf Videospielen basieren, sind wie folgt gereiht:

10. Pokémon Detective Pikachu

Dass der erfahrene britische Schauspieler Bill Nighy dem legendären Mewtwo seine Stimme leiht, ist nur eine der erfreulichen Seiten des Films. Die Suche von Tim (Justice Smith) und Lucy (Kathryn Newton) nach dem verschwundenen Vater enthüllt ein Geheimnis, das dem größten Detektiv der Welt würdig ist. Detective Pikachu, von Ryan Reynolds charmant gesprochen, führt das Publikum durch Ryme City und bietet einen noch nie dagewesenen Einblick in die Pokémon-Welt.

9. Devil May Cry

Capcoms Devil-May-Cry-Reihe ist für ihre pompöse Action bekannt; dass die Netflix-Serie, die auf den Spielen basiert, eine der schärfsten Animationen auf der Plattform aufweist, ist daher keine Überraschung. Der Dämonenjäger Dante wird damit beauftragt, die Welt vor höllischen Bedrohungen aus einem benachbarten Reich zu schützen, und feuert dabei Tausende von Kugeln auf stilvolle Weise ab. Die erste Staffel gipfelt in einem Finale, das so verrückt ist, wie es das Quellmaterial verlangt, während der von Hoon Lee verkörperte Bösewicht White Rabbit die Show stiehlt. Die zweite Staffel im Jahr 2026 rückt den geheimnisvollen Vergil in den Mittelpunkt. Die Produktion bietet nie eine subtile Erzählung, aber sie ist sicher unterhaltsam, auch wenn sie nicht die beste Netflix-Adaption auf dieser Liste ist.

8. Sonic the Hedgehog 3

Hätte man zu Beginn des Jahrhunderts gesagt, dass Jim Carrey und Keanu Reeves in demselben Film die Hauptrollen spielen würden, hätte diese Nachricht große Aufregung ausgelöst. Hätte man angekündigt, dass sie Dr. Robotnik und Shadow the Hedgehog verkörpern würden, wäre Verwirrung entstanden, aber die Aufregung hätte wahrscheinlich angehalten. Es ist zwar immer wieder überraschend, dass die Sonic-Filme die einzige Produktion zu sein scheinen, die Carrey aus dem Ruhestand holt, doch dieser letzte Teil der Trilogie bietet einige der besten Arbeiten des Schauspielers seit Langem. Sonic the Hedgehog 3 ist als erfolgreichstes Glied der Reihe, die mit jeder neuen Produktion besser wird, eine Steigerung von Dosis, Absurdität und Qualität der Abenteuer um Ben Schwartz' liebenswerten blauen Igel.

7. The Last of Us

Es schien unvermeidlich, dass The Last of Us zu einer prestigeträchtigen Fernsehadaption werden würde; schon das Originalspiel ähnelt in seiner Struktur einer Serie. Die erste Staffel der HBO-Produktion erfüllte diese Erwartung weitgehend, und Pedro Pascal und Bella Ramsey passten sich gut in die Rollen der beliebten Charaktere Joel und Ellie ein. Wäre die Serie an diesem Punkt geblieben, hätte sie auf der Liste ganz oben stehen können. Nach einer schwankenden Nacherzählung des komplexeren Quellmaterials von The Last of Us Part 2 bleibt jedoch ungewiss, ob die Serie die Geschichte vollständig angemessen abschließen kann. Dennoch ist die Qualität der Produktion unbestreitbar; die Reise durch das postapokalyptische Amerika der ersten Staffel bietet einige der besten Fernsehmomente und -episoden der letzten Jahre.

6. Resident Evil

In der Vergangenheit wurden die Leinwandversuche von Resident Evil meist eher mit Quantität als mit Qualität in Verbindung gebracht. Dann kam Zach Cregger. Der Regisseur von Weapons und Barbarian nahm das Wesen, das Capcoms Survival-Horror-Reihe unvergesslich macht, und verwandelte es in eine durchgehende 90-minütige Action. Jede Minute der mitreißenden Laufzeit zielt darauf ab, beim Publikum eine instinktive Reaktion wie Lachen oder Schreien hervorzurufen; manchmal gelingt beides innerhalb von Sekunden. Bryans höllische Nacht in Raccoon City spiegelt wider, wie es sich anfühlt, eines der Spiele zu spielen, wie es keine der früheren Versuche geschafft hat. Gruselig, komisch, absurd; kurz gesagt: Resident Evil.

5. Cyberpunk: Edgerunners

Cyberpunk: Edgerunners nimmt die Straßen von Night City aus dem Rollenspiel von 2020 und erzählt eine Geschichte, die ebenso beeindruckend ist wie seine atemberaubende Animation. Die Produktion basiert zwar auf Mike Pondsmiths wegweisendem Tabletop-Spiel, stützt sich aber ebenso stark auf CD Projekts Werk; ganze Stadtblöcke und Charaktere werden in diesem Prequel neu gezeichnet. Dank der gut konstruierten Hauptfigur David und der ihn umgebenden Charaktere vermittelt die Serie die Themen des Spiels stellenweise sogar stärker als das Spiel selbst. Eine Bereicherung für CD Projekts Welt; ein Blick aus anderen Augen auf einen Ort, in dem viele von uns verloren gegangen sind.

4. Castlevania

Netflix' Castlevania-Serie war während ihrer vier Staffeln durchweg erfolgreich; sie hob das Erzählpotenzial der Spiele und verlieh Charakteren, die zuvor eher auf Gameplay ausgelegt waren, eine neue Tiefe. Die Produktion, die meisterhaft in den Grauzonen zwischen Gut und Böse wandelt, behandelt verschiedene Gruppen und Motivationen bis zu ihrem befriedigenden Finale. Die Serie, die den Game-of-Thrones-Ansatz übernimmt, bei dem man sich des Schicksals keines Charakters sicher sein kann, hebt sich als spannende Interpretation der Konami-Reihe und als Wegbereiter dafür hervor, was in Videospiel-Adaptionen möglich ist.

3. Arcane

Dank der schillernden Kreativität und der einfühlsamen Charakterarbeit der ersten Staffel von Arcane tauchten unerwartet viele neue Fans in das League-of-Legends-Universum ein. Riot's MOBA-Spiel hat natürlich eine große und treue Spielerschaft; doch auch die Arbeiten der Entwickler außerhalb der Arena sind beeindruckend. Dazu gehören die Eingängigkeit virtueller Gruppen wie K/DA oder Arcane, das als eine der besten Netflix-Serien gilt, ob es nun um Videospiele geht oder nicht. Die zweite Staffel mag das astronomische Niveau der ersten Folgen nicht ganz erreicht haben; dennoch bleibt die Kunstfertigkeit des Animationsstudios Fortiche und eine von Rebellion und Verrat durchzogene Coming-of-Age-Geschichte als eine der besten Übertragungen eines Videospiels in ein anderes Medium bestehen.

2. Fallout

Die Autoren und Produzenten hinter der Prime-Video-Serie trafen bei der Adaption von Bethesdas Rollenspielreihe ins Schwarze. Die Fallout-Spielreihe dreht sich vor allem um die Welt, in der sie spielt; von ihren seltsamen Charakteren bis zu den Kuriositäten ihrer postnuklearen Schauplätze. Daher war der richtige Schachzug für die Serie, nicht eine der Geschichten des Spiels neu zu erzählen, sondern das Gefühl zu vermitteln, durch das Ödland zu streifen. Bisher haben wir zwei Staffeln gesehen, die voller Details sind, die Fans lieben; diese nutzen berühmte Ikonen und Fraktionen, um ihre eigene Geschichte zu erzählen, anstatt wie billiger Fanservice zu wirken. Das beste Kompliment, das man der Serie machen kann, ist, dass sie sich anfühlt wie ein Spiel aus einem anderen Winkel des Fallout-Universums, das man noch nicht gespielt hat. Sie respektiert ihr Quellmaterial, ist aber nicht davon abhängig; so gewalttätig und komisch, wie es sein muss.

1. Pokémon

Pokémon ist so sehr Teil unserer Kultur, dass es schwerfällt, sich daran zu erinnern, wo alles begann. Für viele von uns war der Anfang die Animationsserie mit dem eifrigen jungen Trainer Ash Ketchum in der Hauptrolle. Manche von uns sahen die ersten Staffeln der Serie, bevor sie die Game-Boy-Spiele spielten oder in der Schule Karten tauschten; so dass es fast verzeihlich ist, das Original-Anime nicht als Videospiel-Adaption zu betrachten. Die Serie hat sich zu einer Produktion mit über 1.300 Folgen entwickelt.

Die Serie war so eng mit den Spielen verwoben, dass sie sich im Laufe der Zeit gegenseitig beeinflussten; besonders Mitte und Ende der 1990er Jahre. Ashs Abenteuer mit Squirtle, Charmander, Venusaur und Co. hätten ohne die Veröffentlichung von Pokémon Blau, Rot und Grün nicht existieren können; doch ohne Pikachu als Star der Serie wäre das Spiel Gelb nicht unmittelbar danach erschienen. Diese wechselseitige Wirkung, die für die damals Aufwachsenden grundlegende Erinnerungen schuf, wurde für eine Generation zum Tor zu Videospielen und japanischer Animation. Auch wenn es so offensichtlich ist, dass man fast vergisst, dass es eine Adaption ist, sind die große Wirkung von Pokémon und die beim Zuschauen geteilte Freude und die Tränen unbestreitbar.

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